Retinol-Seren sollen der Haut mehr Spannkraft und ein junges Aussehen bescheren. Verantwortlich ist der Wirkstoff Vitamin A. Er soll positive Auswirkungen auf die Hautbildung haben. So kann Vitamin A tatsächlich die Bildung von Hornzellen fördern, aus denen die oberste Schicht der Haut besteht. Des Weiteren wird dem Vitamin nachgesagt, die Produktion von Kollagen anzuregen, welches in den unteren Hautschichten benötigt wird, um die Haut straff und flexibel zu machen. Die Verwendung eines Retinol-Serums kann daher tatsächlich die Haut glätten und sich als Anti-Aging-Produkt eignen. Beachten Sie allerdings bei der Verwendung von Vitamin A, dass die maximale Tagesdosis laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung für Erwachsene bei drei Milligramm liegt. Diesen Wert erreichen Sie in der Regel bereits durch eine ausgewogene Ernährung, deshalb warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vor einer Überdosierung und empfiehlt die Anwendung kosmetischer Mittel auf die Gesichts- und Handpflege zu beschränken. Tragen Sie außerdem immer Sonnenschutz auf, wenn Sie ein Retinol-Serum verwenden, denn die Haut wird dadurch empfindlicher gegenüber UV-Strahlung.
Das Testosteronniveau sinkt bei Männern um bis zu ein Prozent pro Jahr, sodass es bei Personen von 60 bis 80 Jahren nur noch 30 bis 50 % des Ausgangswertes hat.[21] Durch einen zu niedrigen Testosteronspiegel erhöht sich das Herzinfarktrisiko signifikant.[22] Allerdings sollte bei einer Vorgeschichte von Herzinfarkten mit Testosterongaben äußerste Vorsicht angebracht sein.[23] Durch Testosterongabe (+ Training) erhöht sich die Muskelmasse, wodurch bei älteren Männern die Mobilität und die Lebensqualität deutlich verbessert wird.[24] Im Seniorensport gehören Therapeutic Use Exemptions. für Testosteron zu den am häufigsten verwendeten Medikamenten, da bei niedrigem Testosteronspiegel die sportliche Leistungsfähigkeit deutlich herabgesetzt ist.[25] Die Zufuhr von Testosteron bei Männern mit Prostatakrebs ist umstritten, da einerseits die bisherigen Ergebnisse der Forschung höchst widersprüchlich sind,[26] es aber auch andererseits zu einem Paradigmenwechsel in der Prostataforschung gekommen ist.[27]

Wenn wir nicht so altern würden, wie wir es zurzeit tun, würde der Mensch nach Meinung von D. Pearson/S. Shaw durchschnittlich etwa 800 Jahre leben, nach Meinung von Randolph M. Nesse und George C. Williams etwa 690 Jahre. Die Lebensspanne wäre nur durch Unfälle, Fremd- oder Selbsttötung und Krankheiten begrenzt. Die durchschnittliche Lebenserwartung (LE) hat sich zwar in der letzten Zeit in den Ländern der Ersten Welt deutlich erhöht, das maximal erreichbare Lebensalter scheint dagegen seit sehr langer Zeit konstant bei etwa 120 Jahre (bis 122 Jahre) zu liegen, ohne dass derzeit abzusehen ist, dass dieser Wert zukünftig durch Anti-Aging-Maßnahmen beeinflussbar sein wird, da er unter Umständen genetisch determiniert ist.
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