Es handelt sich dabei um Schuppen, weißgraue Hautschuppen, die von der Kopfhaut abgehen und die oft an Haaren, Haarbürsten und der Kleidung zu sehen sind. Schuppen können durch eine Kombination der folgenden drei Faktoren verursacht werden; durch eine Mikrobe welche auf jeder Haut vorkommt, durch natürliche Öle oder durch eine empfindliche Kopfhaut.
Seborrhoische Dermatitis (Seborrhoisches Ekzem): Die Haut erneuert sich in sieben bis 21 Tagen, Hornzellen lösen sich in Konglomeraten von 100 bis 1.000 Zellen ab. Die Kopfhaut ist fettig und feucht (seborrhoisch), sie bildet übermäßig viel Talg und speichert viel Feuchtigkeit durch eine verstärkte Schweißproduktion. Sie ist außerdem entzündet und gerötet. Ausgelöst wird das seborrhoische Ekzem vermutlich durch Malassezia-Hefen. Bei diesen handelt es sich um Mikroorganismen, die zur normalen Hautflora gehören und vor allem die talgdrüsenreichen Areale des menschlichen Körpers besiedeln, zu denen auch die Kopf- und Gesichtshaut gehören. Wissenschaftlich noch ungeklärt ist, ob beim seborrhoischen Ekzem die Malassezia-Hefen die Haut verstärkt besiedeln, ob die Keime vermehrt Gifte produzieren oder ob das Immunsystem in ungewöhnlicher Weise auf die Mikroorganismen reagiert und so die Entzündungen verursacht.
Als Quaddel, auch Urtika genannt, wird eine flüchtige, scharf-begrenzte, teigig-derbe Erhabenheit der Haut bezeichnet, die meist eine rötlich-weiße Färbung hat. Sie bildet sich auf dem Boden eines Ödems (Flüssigkeitsansammlung) im oberen Bereich der Dermis. Besonders typisch ist die Flüchtigkeit von Quaddeln. Selten bestehen sie länger als 24 Stunden. Begleitet werden Quaddeln von einem starken Juckreiz.  Ausgelöst werden sie durch eine Vielzahl von immunologischen und nichtimmunologischen Faktoren. Diese Faktoren führen zur Freisetzung von Mediatoren, vor allem Histamin, aus den Mastzellen. Die Konsequenz ist ein Flüssigkeitsausstrom in die Dermis, resultierend in einem Ödem. Auslöser für Quaddeln können physikalische Reize, Cholinergika, pseudoallergische Reaktionen auf Nahrungsmittel oder Medikamente sein.
Bei dieser Primäreffloreszenz handelt es sich in beiden Fällen um eine intra- oder subdermale Flüssigkeitsansammlung. Der Unterschied besteht in der der Größe. Ein Bläschen ist bis zu 5 mm groß. Ab einer Größe von 5mm und mehr spricht man von einer Blase. Bei einer oberflächlichen Lokalisation besteht ein schlaffes, leicht verletzliches Blasendach. Befindet sich das Bläschen bzw. die Blase subepidermal ist das Blasendach fest und gespannt. Sowohl Bläschen als auch Blasen können in anderen Effloreszenzen entstehen. Der Inhalt kann serös (aus Serum bestehend) oder hämorrhagisch (blutig) sein, was hinweisgebend für eine Diagnose ist.
Allergisch bedingte Hautbeschwerden sind relativ häufig. Von einer Allergie ist die Rede, wenn sich im Körper eine sogenannte Antigen-Antikörperreaktion abspielt, die dann die verschiedensten Hautprobleme verursacht. Die Betroffenen leiden meist bereits unter anderen allergischen Erkrankungen, wie zum Beispiel einer Nahrungsmittelallergie oder Heuschnupfen. Gerade das allergische Kontaktekzem kommt immer häufiger vor. Berufsgruppen, wie Friseure, Maler, Maurer oder Krankenschwestern sind davon betroffen. Täglicher Kontakt mit bestimmten Substanzen kann zu massiven Beschwerden führen. In vielen Fällen hilft nur noch der Berufswechsel.
„Die Haut ist der Spiegel der Seele“ sagt der Volksmund. Ob wir uns gut oder schlecht fühlen, lässt sich oftmals an unserer Haut ablesen. Ursache für Hautprobleme können unter anderem Erkrankungen sein. Aber auch eine unausgewogene Ernährung, psychische Belastungen oder falsche Pflegeprodukte hinterlassen ihre Spuren. Der Mediziner unterscheidet eine Vielzahl von Hautproblemen und eine große Anzahl von inneren sowie äußeren Ursachen.
Männliche Jugendliche schwitzen sehr viel stärker als Mädchen. Bei ihnen kommt es besonder in der Pubertät zu unangenehmen, wenn auch nicht krankhaftem Schweißgeruch. Hier ist, ähnlich wie bei den Wechseljahren der Frau, eine veränderte Hormonsituation für das vermehrte Schwitzen und unangenehmen Schweißgeruch verantwortlich. Männliche Jugendliche sollten deshalb zu besonders sorgfältiger Hygiene angehalten werden, da penetranter Schweißgeruch zu unangenehmen Reaktionen ihres Umfeldes und zur Ausgrenzung führen kann.
Fettige, gelbe Schuppen sprechen hingegen meist für ein seborrhoisches Ekzem: Bildet die Haut zu viel Fett, kann sich auf ihr ein bestimmter fettliebender Pilz ausbreiten. Um diesen Pilz loszuwerden, stößt die Haut ihre oberste Schicht schneller ab. Die abgestoßenen Zellen bleiben am Fettfilm haften und lösen sich erst durch Kratzen von der Kopfhaut. 
Viele Hautkrankheiten machen auf sich aufmerksam, weil die Haut an der Stelle anders aussieht als gesunde Haut. Man spricht auch von den sogenannten "Effloreszenzen". Dabei unterscheidet man die Primäreffloreszenzen wie zum Beispiel Fleck (Macula), Knötchen (Papel), Eiterknötchen (Pustel), Quaddel (Urtica), Knoten (Nodus) oder Plaque von den Sekundäreffloreszenzen wie zum Beispiel Kruste, Risse (Fissur, Rhagade), Hautschuppen(Squama), Ulcus. Manche dieser Effloreszenzen sind ansonsten nicht auffällig, andere hingegen verursachen auch starkes Missempfinden (Juckreiz, Brennen, Schmerzen).
Die Talgdrüsen auf der Haut produzieren Talg, auch Sebum genannt, um die Haut vor Feuchtigkeitsverlust und Umwelteinflüssen zu schützen. Produzieren die Talgdrüsen zu viel Sebum, öffnet dies Keimen und Mikroorganismen Tür und Tor, um sich unkontrolliert zu vermehren. Nicht selten kann das auch dazu führen, dass sich Hefepilze auf dem Kopf ablagern und zu einer Produktion fettiger Schuppen führen.

Die Haut fungiert als physikalischer Abwehrschild gegen verschiedenste äußere Einflüsse (Giftstoffe, Temperatur etc.) und ist außerdem von einem chemischen „Säureschutzmantel“ überzogen. Dieser besteht aus sauren körpereigenen Substanzen (Schweiß und Talg) sorgt für einen niedrigen (sauren) pH-Wert der Haut, der das Wachstum von schädlichen Keimen und Pilzen hemmt. Ähnlich funktioniert der Schutz durch die Schleimhäute: Auch sie stellen eine physikalische Barriere für schädlichen Eindringlinge von außen dar, die sogar noch zusätzlich verstärkt ist. Denn Schleimhäute sind – wie der Name schon sagt – von einer schützenden Schicht aus Schleim (auch Mucus genannt) überzogen.
Pro- und Präbiotika: Insbesondere für die Aufrechterhaltung der Darmschleimhaut ist eine gesunde Darmflora von großer Bedeutung. Ist das natürliche Mikrobiom jedoch durch falsche Ernährung, Stress oder Medikamente aus dem Gleichgewicht geratet, ist die Einnahme von wissenschaftlich geprüften, probiotischen Darmbakterien und speziellen Ballaststoffen (diese dienen den Bakterien im Darm als Nahrung) jedenfalls sinnvoll.
Die Ursachen für Hautkrankheiten sind vielfältig. Zudem können die einzelnen Auslöser auch zusammenwirken, um eine Hautkrankheit auszulösen. So haben viele Menschen eine erbliche Veranlagung für die Entstehung von Schuppenflechte oder dem atopischen Ekzem (Neurodermitis), verstärkt werden kann dies aber etwa durch Stress oder eine andere Infektion, zudem kann sich der Verlauf der Krankheit wiederum durch eine bakterielle oder virale Infektion verschlimmern. Bei vielen Hautkrankheiten weiß man immer noch nicht über den genauen Entstehungsmechanismus Bescheid, wobei in vielen Fällen Regulationsstörungen des Immunsystems sowie der Apoptose als Ursache gelten .
Manche Hautprobleme sind charakteristisch für bestimmte Lebensphasen. In der Pubertät bilden sich bei vielen Jugendlichen durch eine Umstellung des Hormonhaushalts Akne-Pickel, Mitesser oder rote Pusteln. Und auch in den Wechseljahren verändert sich die Haut. Grund ist auch hier der veränderte Hormonspiegel. Mit zunehmendem Alter wird die Haut feiner, trocknet schneller aus und ist empfindlicher. Manchmal fängt sie auch an zu jucken.
Bei der Behandlung wird bei den zugrundeliegenden Leiden angesetzt. Verbreitet sind zudem Anti-Schuppen-Shampoos, die oftmals auch pilzabtötende Stoffe enthalten. Diese zeigen jedoch nur bei der Bekämpfung von fettigen Schuppen größere Wirkung, bei trockenen Schuppen kann die Behandlung mit derartigen Shampoos einen gegenteiligen, austrocknenden Effekt haben. Um eine Austrocknung der Haut einzudämmen, können milde Shampoos mit rückfettender Wirkung in einem hautverträglichen Maße gebraucht werden, auch ein Einreiben mit Öl kann Wirkung zeigen.

Da die Hautreaktionen eng mit dem gesamten Organismus verbunden sind, kann eine homöopathische Konstitutionsbehandlung ebenfalls gute Dienste leisten. Auch die orthomolekulare Therapie sollte bei der Behandlung nicht vergessen werden. Dieses Therapieverfahren beschäftigt sich damit, dem Körper fehlende Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Fettsäuren, Aminosäuren und Enzyme in richtiger Konzentration und Dosis, zu verabreichen. Hautprobleme können durch einen Mangel an lebensnotwendigen Nährstoffen entstehen, die durch die Substitution im Rahmen der orthomolekularen Therapie behandelt werden. Darüber hinaus hat auch die Phytotherapie mit ihren vielen verschiedenen Heilpflanzen das ein oder andere Kräutlein für die Heilung der Haut und des gesamten Organismus parat. Natürlich darf die Therapie von außen, mit Hilfe geeigneter Salben auf pflanzlicher Basis, nicht fehlen. Die Naturheilkunde ist bestrebt, gleichzeitig sowohl das „Außen“ als auch das „Innen“ zu behandeln. Die Auswahl der geeigneten Behandlungsansätze sollte dabei erfahrenen Therapeuten überlassen werden und stets die individuellen Belange der Patienten berücksichtigen. (sw)


34% der Nicht-Anti-Schuppen-Shampoo-Verwender gaben an, dass sie den chemischen Wirkstoffen in Anti-Schuppen-Shampoos nicht vertrauen. Tatsächlich bekamen sogar 12% der Befragten von Anti-Schuppen-Shampoos noch mehr Schuppen. Hier traf also das verwendete Produkt nicht die Bedürfnisse der Kopfhaut. Bei 14% aller Teilnehmer, die kein Anti-Schuppen-Shampoo verwenden, hat eine vorherige Anwendung außerdem zu Juckreiz geführt. Vereinfacht ausgedrückt bedeuten diese Daten: Viele Anti-Schuppen-Shampoos sind zu aggressiv.
Die Ursachen für Hautkrankheiten sind vielfältig. Zudem können die einzelnen Auslöser auch zusammenwirken, um eine Hautkrankheit auszulösen. So haben viele Menschen eine erbliche Veranlagung für die Entstehung von Schuppenflechte oder dem atopischen Ekzem (Neurodermitis), verstärkt werden kann dies aber etwa durch Stress oder eine andere Infektion, zudem kann sich der Verlauf der Krankheit wiederum durch eine bakterielle oder virale Infektion verschlimmern. Bei vielen Hautkrankheiten weiß man immer noch nicht über den genauen Entstehungsmechanismus Bescheid, wobei in vielen Fällen Regulationsstörungen des Immunsystems sowie der Apoptose als Ursache gelten .

Bei der Behandlung der Kopfhautpsoriasis geht es nicht nur darum, die Schuppenbildung einzudämmen, sondern auch die entzündlichen Hautveränderungen, die mit der Krankheit verbunden sind, zu heilen. Angewendet werden deshalb Shampoos, die Kortikosteroide allein oder in Kombination mit Vitamin-D-Analoga (etwa Calcipotriol) enthalten (Clobetasol-Shampoos). Zusätzlich können Anti-Schuppen-Shampoos mit antimikrobiellen oder die Hornbildung hemmenden Wirkstoffen eingesetzt werden. Weitere Infos zur Therapie bei Schuppenflechte lesen Sie hier.


Schweißdrüsen sind zwar beim Neugeborenen schon angelegt, aber noch weitestgehend „im Ruhezustand“. Gesunde Babys und Kleinkinder verströmen nie unangenehmen Körpergeruch. Erst mit Beginn der Geschlechtsreife, also in der Pubertät, nehmen die Schweißdrüsen ihre volle Funktion auf. Erst jetzt beginnen die Teenager zu riechen. In dieser Phase kommt es häufig vor, dass auch ganz frischer Schweiß - bedingt durch hormonelle Vorgänge – schon streng riecht. In der Regel löst sich das Problem von selbst, wenn die hormonellen Turbulenzen ins Gleichgewicht kommen.

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