Um Pickel, Mitesser und Unreinheiten zu beseitigen und im besten Fall langfristig vorzubeugen, ist die richtige Reinigungs- und Pflegeroutine essentiell. Dazu gehört neben einer Anti Pickel Creme z.B. auch die regelmäßige Anwendung von einem Peeling oder einer Gesichtsmaske. Wichtig ist, dass Sie immer Produkte verwenden, die speziell auf die Bedürfnisse unreiner Haut ausgelegt sind. Frauen, die über unreine Haut mit 30 klagen, sollten zusätzlich darauf achten, dass Ihre Reinigungs- und Pflegeprodukte neben den Unreinheiten auch gegen altersbedingte Fältchen sowie den spürbaren Elastizitätsverlust der Haut wirken.
An guten Tagen sitzen Mitesser lediglich untere unserer Haut – dabei handelt es sich dann um verschlossene Hautunreinheiten, die wir meist im Gesicht, an der Nase oder auch an den Schultern haben. Wenn sie sich jedoch schwarz verfärben, bedeutet es, dass sie geöffnet sind, Kontakt zur Oberfläche haben und durch die äußeren Umwelteinflüsse als Mitesser für uns sichtbar werden. Diese können sich im Folgenden auch entzünden, unangenehm schmerzen, sich zu roten Punkten entwickeln und sich mit Eiter füllen. (Diese Gesichtsmasken helfen bei Mitessern)
Frau Dr. Simone Presto ist seit 1997 Medical Advisor bei der Beiersdorf AG. Ihr Schwerpunkt ist die Dermatologie. Sie steht im regelmäßigen Austausch mit Ärzten, Apothekern sowie Verbrauchern und betreibt aktive Aufklärungsarbeit zur adäquaten Hautpflege. Zuvor studierte sie Humanmedizin und arbeitete als praktische Ärztin mit Qualifikation in pharmazeutischer Medizin.
Es kann ganz verschiedene Ursachen haben, warum irritierte Haut juckt oder brennt. Es kann auch eine Allergie dahinterstecken oder ein Insekt hat Sie gestochen. Manchmal ist auch ein bestimmtes Arzneimittel der Schuldige, die irritierte Haut hat plötzlich mit Stoffen zu kämpfen, die sie nicht kennt. Das ist aber häufig der Auslöser für den Juckreiz, wenn Sie das Medikament wieder absetzen, verschwindet auch der Juckreiz. Mitunter ist das Jucken und Brennen so stark, dass das Leben wirklich beeinträchtigt wird. Ein beruhigende Lotion bekämpft die Symptome und nimmt Ihnen die ständigen Qualen.
Kleinere Stellen mit schuppiger Haut profitieren von Umschlägen mit Quark oder Joghurt. Dafür wird etwas Joghurt oder Quark auf ein Baumwolltuch gegeben, von beiden Seiten eingeschlagen und mit der dünnen Seite auf die betroffene, schuppige Haut gebracht. Dort bleibt der Umschlag dann für circa eine halbe Stunde. Um die Wirkung noch zu unterstützen, wird dem Milchprodukt etwas gutes Öl beigemischt (Olivenöl, Mandelöl, Kokosöl, Sesamöl).
Retinoide: Retinoide sind ein bewährtes Akne-Mittel. Ihre Wirkung ähnelt der von Retinol beziehungsweise Vitamin A. Während Produkte mit Retinol meist frei verkäuflich sind, müssen Retinoide häufig vom Hautarzt verschrieben werden. Retinoide wirken stark hautschälend und können die Haut so von abgestorbenen Hautzellen befreien und neuen Hautunreinheiten vorbeugen. Auch zur Behandlung von Akne-Narben sind Retinoide wirksam.
Zwillingsstudien haben ergeben, dass auch erbliche Faktoren eine Rolle spielen, ob Akne auftritt oder nicht. Zudem soll die Ernährung einen Einfluss auf Akne haben, auch wenn das bislang nicht wissenschaftlich bewiesen wurde. Daneben stehen das Klima (Luftfeuchtigkeit, UV-Strahlung) und andere Umweltfaktoren im Verdacht, unreine Haut zu verursachen.
Akne ist eine hormonbedingte Erkrankung, die vor allem von den männlichen Geschlechtshormonen (Androgene wie Testosteron) abhängt. Sie tritt vor allem in der Pubertät gehäuft auf, wenn die Hormone im Körper verrücktspielen. Denn dann nimmt die Produktion der Androgene stark zu (auch der weibliche Körper produziert geringe Mengen davon!). Die männlichen Hormone sorgen dafür, dass die Talgdrüsen verstärkt Hautfett produzieren. Bei Akne verengen sich die Ausführungsgänge der Talgdrüsen, sodass das oft dickflüssigere Hautfett nur schwer nach außen treten kann - der Talg sich staut. Übrigens: Östrogene - die weiblichen Geschlechtshormone - verhindern im Unterschied zu Testosteron unreine Haut eher.
Reinigen Sie Ihre Haut regelmäßig morgens und, falls Sie Make-up verwenden oder Ihre Haut sehr fettig ist, auch abends. Ziel ist es, die Haut leicht beziehungsweise sanft zu entfetten – nicht aber, sie komplett zu entfetten. Wird die Haut zu stark entfettet, produziert sie sehr wahrscheinlich noch mehr Talg. Die Reinigungsprodukte sollten nicht rückfettend sein und einen pH-Wert haben, der dem der Haut ähnelt (ca. 5,5).
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