Mit seinen Mitessern darf man sich hingegen auseinandersetzen. Mitesser, in der Medizin auch Komedo (lat. "essen") genannt, begegnen uns, egal wie alt wir sind. Zum Teil ist ihr Auftreten hormonell bedingt. Das bedeutet, sie tauchen vermehrt auf, wenn im Körper hormonelle Veränderungen stattfinden. Die Ursache: Vom Körper wird übermäßig Talg produziert, der zu verstopften Poren führt. So sammeln sich abgestorbene Hautzellen in den Poren, die mit Sauerstoff und dem Farbstoff Melanin reagieren und daher ihre schwarze Färbung bekommen. 
Diese werden als hochglykämische Nahrungsmittel bezeichnet. Auch essenzielle Aminosäuren, die sich in Milch und Milchprodukten wie Joghurt, Käse und Butter befinden, setzen Insulin frei. Da das Insulin die Talgdrüsen aktiviert, kann ein hoher Anteil von Milchprodukten in der Ernährung also potenziell zu schlechter Haut und Pickeln führen. Die Expertin rät somit von dem Verzehr von Molke basierten Proteinshakes ab und plädiert für pflanzliche Proteinquellen. 
Aloe Vera: Aloe-Vera-Gel eignet sich für jeglichen Hauttyp. Es ist besonders verträglich und kann sowohl bei extrem trockener Haut als auch bei Akne eingesetzt werden. Es enthält natürliche Salizylsäure, Aminosäuren und Enzyme, die die Haut effektiv unterstützen können. Zudem wirkt es kühlend, feuchtigkeitsspendend und gleichzeitig entzündungshemmend und antibakteriell.

Neben herkömmlichen Hautpflege-Produkten aus der Drogerie oder Apotheke kannst du deine Haut auch mit selbstgemachten Hausmitteln pflegen. Dies ist nicht nur preisgünstiger für dich, sondern kann mitunter sogar hautfreundlicher sein. Bei selbstgemachten und selbst kombinierten Zutaten weißt du ganz genau, womit du deine Haut pflegst und welche Inhaltsstoffe vorhanden sind. Beachte jedoch, dass sich deine selbstgemachten Pflegeprodukte oft nur wenige Tage im Kühlschrank halten, da keine Konservierungsstoffe enthalten sind.
Kleinere Stellen mit schuppiger Haut profitieren von Umschlägen mit Quark oder Joghurt. Dafür wird etwas Joghurt oder Quark auf ein Baumwolltuch gegeben, von beiden Seiten eingeschlagen und mit der dünnen Seite auf die betroffene, schuppige Haut gebracht. Dort bleibt der Umschlag dann für circa eine halbe Stunde. Um die Wirkung noch zu unterstützen, wird dem Milchprodukt etwas gutes Öl beigemischt (Olivenöl, Mandelöl, Kokosöl, Sesamöl).
Unreine Haut hat jeder Mensch einmal. Sie müssen also nicht bei jedem Pickel zum Arzt. Wenn Sie allerdings sehr unter der unreinen Haut leiden, über längere Zeit hinweg unreine Haut haben, die Mitesser und Pickel flächendeckend auftreten oder sich großflächige Knötchen, Blasen oder Hautentzündungen entwickeln, sollten Sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Denn ohne ausreichende Behandlung – oder wenn Sie selbst an die Pickel Hand anlegen – können großflächige Entzündungen und große Narben entstehen.
Einmal irritiert, schafft sie es allein nicht wieder in Balance. Und mit dem Alter wird die Haut eher noch empfindlicher, sie wird dünner, bildet weniger Kollagen, und die Gefäße werden brüchiger. Der Schutzmantel, der die Haut vor Reizungen und Umwelteinflüssen bewahrt, wird schwächer, Feuchtigkeit geht schneller verloren, und sie kann sich nicht mehr so gut gegen schädliche Einflüsse wehren. Und wenn Zellschäden durch langjährige Sonnenbestrahlung dazukommen, fehlen ihr erst recht die nötigen Kräfte.
Das ist Akne: Akne ist eine hormonbedingte Erkrankung, die vor allem von den männlichen Geschlechtshormonen abhängt. Unreine Haut wird durch Östrogene eher verhindert, durch Testosteron gefördert. Daher ist Akne eine typische Begleiterscheinung der Pubertät, des weiblichen Zyklus (zweite Hälfte, hier steigt die Testosteronproduktion) und der Schwangerschaft. So produzieren die Talgdrüsen verstärkt Hautfett. Bei Akne verengen sich die Ausführungsgänge der Talgdrüsen, sodass das oft dickflüssigere Hautfett nur schwer nach außen treten kann und der Talg sich staut.

Wir wissen nun also, dass wir den Konsum von Milchprodukten möglichst reduzieren sollten oder durch pflanzliche Alternativen ersetzen müssten, um unsere Haut gegen Unreinheiten zu wappnen. Auch Süßigkeiten sollten reduziert werden. Doch kann man durch das Essen bestimmter Lebensmittel das Hautbild aktiv verbessern? "Grundsätzlich sollte man sich hierbei nicht auf einzelne Lebensmittel als Allheilmittel oder auf sogenannte "Superfoods" gegen unreine Haut konzentrieren," so die Medizinerin. "Vielmehr sollte eine langfristige und nachhaltige Ernährungsumstellung erreicht werden."
Heilerde: Heilerde ist ein besonders bewährtes Hausmittel bei unreiner Haut. Besonders gut wirkt sie als Gesichtsmaske, indem sie mit etwas Wasser zu einem Brei vermengt wird. Die Erde bindet Schadstoffe, kann die Haut von überschüssigem Talg und Schmutz befreien und so effizient gegen Pickel und Mitesser vorgehen. Aufpassen solltest du, wenn du trockene Haut hast. Hier kann Heilerde zu stark austrocknend wirken.

Die Hautoberfläche ist von einem Gemisch aus Wasser und Fettstoffen überzogen, der sogenannten Hydrolipidemulsion. Der Wasseranteil stammt vor allem aus den Schweißdrüsen, der Fettanteil ist ein Gemisch aus Talg (Sebum) und Hornschichtfett. Insgesamt machen die Verhornungsprozesse der Haut etwa 10% des Hautoberflächenfetts aus, der Hauptanteil von etwa 90% ist ein Produkt der Talgdrüsen.

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