Nach der Reinigung kommt die Pflege – denn auch fettige Haut braucht Feuchtigkeit. Achten Sie bei der Verwendung von Tages- und Nachtcremes in jedem Fall darauf, dass die Produkte nicht rückfettend sind, aber feuchtigkeitsspendende Eigenschaften besitzen. Auch hier gibt es spezielle Pflegeartikel für fettige Haut, die den Talgfluss reduzieren und den typischen Fettglanz minimieren sollen. Bei der täglichen Verwendung von Kosmetikartikeln sollten Sie hingegen unbedingt auf den Zusatz "nicht komedogen" auf der Verpackung achten. Mit "komedogen" sind bestimmte Inhaltsstoffe gemeint, denen nachgesagt wird, sie würden die Poren verstopfen. Und das ist natürlich das Letzte, was Sie wollen, wenn Sie sich schminken.
Dr. med. Gürtler erklärt, dass der Wachstumsfaktor IGF-1 eine zentrale Bedeutung spiele, wenn es um den Zusammenhang zwischen unserer Haut und unserer Ernährung gehe. "Unsere sogenannte "westliche Ernährung" ist geprägt von einem fast maßlosen Konsum an einfachen Zuckern," erklärt die Nutritionhub-Expertin. Dieser ist ein wichtiger Faktor in industriell gefertigten Produkten, in verarbeiteten Getreideprodukten, in Milch und Milchprodukten sowie in mehrfach gesättigten, oft tierischen Fetten. (Milch-Alternativen im Test: Hafer-, Soja- oder Reis-Milch? Wir haben verschiedene Pflanzendrinks getestet)

Ein guter Hinweis ist die Bezeichnung "hypoallergen" auf der Verpackung. So gekennzeichnete Produkte verzichten weitgehend auf Alkohol, kritische Konservierungsmittel, Duft- und Farbstoffe, den Wirkstoffträger PEG - und damit auf vieles, was die Haut noch mehr irritieren könnte. Um die Haut feucht und geschmeidig zu machen, eignen sich Glycerin - das ohnehin in nahezu jeder Creme enthalten ist - und Urea. Das allerdings mit einer Einschränkung: Der Wirkstoff Urea darf nur angewendet werden, wenn die Hautoberfläche intakt ist, sonst kann er den Zustand noch verschlimmern. Bei Neurodermitis im Gesicht werden Urea-Konzentrationen von maximal 10 % Harnstoffzusatz eingesetzt, da es den Juckreiz effektiver stoppen kann.
Das Warten darauf bis der Pickel wieder verschwindet, immer der Versuchung widerstehend, ihn nicht schnell eben auszudrücken, ist oftmals ein unangenehmer, langwieriger Prozess. Viele stellen sich also die Frage, wie man unreine Haut von vornherein vermeiden kann – und denken dabei oftmals nicht an die Ernährung. Doch kann die Tafel Schokolade am Abend zuvor tatsächlich der Grund für die neuen kleinen roten Punkte auf der Stirn sein?  (Pickel am Rücken: Mit diesen Tipps werden Sie Rückenakne ein für alle Mal los.)
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Wie am Anfang bereits erwähnt, nimmt auch unsere Ernährung Einfluss auf das Hautbild. Gerade dann, wenn Sie unter fettiger Haut leiden, ist es ratsam, auf besonders salz-, fett- oder zuckerhaltige Lebensmittel zu verzichten – denn sie fördern die Talgproduktion. Achten Sie hingegen auf einen ausgewogenen Speiseplan, in dem mehr frische Obst- und Gemüsesorten und weniger tierische Produkte wie rotes Fleisch, Milch, Butter und Käse vorkommen, da sie reich an gesättigten Fettsäuren sind. Neben der gesunden Ernährung ist es zudem förderlich, wenn Sie über den Tag verteilt ausreichend viel Wasser (ohne Geschmack) trinken. Empfehlenswert sind hingegen jene Lebensmittel, die reich an Vitamin A oder auch Zink sind, wie zum Beispiel:

In einigen Fällen kann es gut gegen fettige Haut sein, die Stoffe über Nahrungsergänzungspräparate zuzuführen. Dies sollten Sie jedoch niemals eigenmächtig entscheiden. Fragen Sie Ihren Arzt, ob die zusätzliche Zufuhr von Vitamin A oder Zink für Sie sinnvoll ist. Denn Nahrungsergänzungsmittel bergen immer die Gefahr, dass man zu viel des jeweiligen Inhaltsstoffes zu sich nimmt – mit negativen Folgen für den Organismus.


Mitesser sollten grundsätzlich nicht mechanisch entfernt werden. Eventuell kann nach einem heißen Gesichtsdampfbad vorsichtig versucht werden, den Mitesser durch leichten Zug zu entleeren. Druck sollte auf alle Fälle vermieden werden, da dabei der Follikelkanal einreißen und der Inhalt des Mitessers Entzündungen im umliegenden Gewebe verursachen kann.
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